Hallo, ich bin Annika.
Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ich liebe diese sozialen, sensiblen und intelligenten Wesen und betrachte jeden Hund als individuelle Persönlichkeit. Was als Leidenschaft begann, wurde mit der Zeit zu meiner Berufung.
Für mich verdienen Hunde eine artgerechte Haltung, eine verständliche Kommunikation und eine faire Erziehung. Dazu gehören Vertrauen, Respekt und Verständnis ebenso wie klare Grenzen, Orientierung und Verlässlichkeit.
Ich arbeite nicht nach einer einzelnen Methode und glaube nicht an pauschale Lösungen. Jeder Hund bringt seine eigene Persönlichkeit, seine Erfahrungen und seine individuellen Bedürfnisse mit. Deshalb suche ich für jedes Mensch-Hund-Team den passenden Weg.
In meiner Arbeit setze ich auf einen autoritativen Trainingsansatz. Das bedeutet, dass positive Verstärkung mit klaren Regeln, fairer Führung und nachvollziehbaren Strukturen kombiniert wird.
Mein Anspruch ist es, Verhalten nicht nur zu bewerten, sondern zu verstehen. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, die praxistauglich sind, langfristig funktionieren und zu Euch als Team passen.
Ich freue mich darauf, dich und deinen Hund auf eurem gemeinsamen Weg begleiten zu dürfen.


Wie alles begann
2009 zog mit Ellie mein erster eigener Hund bei mir ein.
Heute ist sie 17 Jahre alt und sie hat mich auf meinem Weg wahrscheinlich mehr gelehrt, als sie jemals wissen wird.
Mit Ellie war ich in vielen verschiedenen Hundeschulen. Auf dem Hundeplatz "funktionierte" sie. Im Alltag allerdings... sah die Sache etwas anders aus.
Ellie ging jagen, fraß unterwegs alles, was sie finden konnte, hatte ihren eigenen Kopf und war eigentlich immer für irgendeinen Blödsinn zu haben.
Ein Hund, der auf dem Hundeplatz funktioniert, ist im echten Leben noch lange nicht erzogen. Und genau diese Erfahrung hat meinen Blick auf Hundetraining nachhaltig geprägt.
Ich wollte irgendwann nicht einfach nur Übungen mit meinem Hund machen. Ich wollte verstehen, warum Ellie sich so verhält, wie sie sich verhält und wie ich sie im Alltag wirklich erreichen kann.
Mit der Zeit begann ich, mich immer intensiver mit dem Thema Hundeverhalten und Hundeerziehung auseinanderzusetzen. Ich besuchte zahlreiche Seminare und Ellie war immer mit dabei.
2012 zog meine Border Collie-Mix Hündin Sky bei mir ein. Später lebte noch eine Boxer-Labrador-Hündin bei uns. 2019 kamen Galgo Hündin Lotta und der rumänische Windhund Duke.
Jeder dieser Hunde war absolut anders. Andere Persönlichkeiten. Andere Erfahrungen. Andere Bedürfnisse. Andere Herausforderungen. Und genau das hat mir immer wieder gezeigt, wie wenig sinnvoll pauschale Lösungen im Hundetraining sind.
Irgendwann entstand aus meinem eigenen Wunsch, meine Hunde besser zu verstehen, der Gedanke "Warum sollte ich mein Wissen eigentlich nur für mich nutzen?" Ich hatte über Jahre Seminare und Fortbildungen besucht, vieles selbst ausprobiert, Erfolge erlebt, Fehler gemacht, Dinge hinterfragt und immer wieder nach besseren Lösungen gesucht. Also entschied ich mich, mein Wissen auch an andere Menschen weiterzugeben, die mit ihren Hunden vor Problemen und Herausforderungen stehen. Deshalb begann ich meine Ausbildung zur Hundetrainerin und begleite seit 2022 offiziell Mensch-Hund-Teams auf ihrem Weg.



Was bedeutet Erziehung für mich?
Für mich bedeutet Hundeerziehung nicht, einem Hund möglichst viele Kommandos beizubringen. Erziehung bedeutet für mich, einem Hund Orientierung zu geben und ihm zu zeigen, wie er sich in unserer gemeinsamen Welt zurechtfinden kann. Dabei geht es nicht darum, einen Hund so zu formen, dass er möglichst gut funktioniert. Es geht darum, ihm einen verlässlichen Rahmen zu geben, in dem er lernen, verstehen und sich entwickeln kann. Denn ein Hund lebt mit uns in einer Welt, die er nicht selbst gewählt hat. Wir entscheiden, wo er lebt, wann er rausgeht, welche Regeln gelten, welche Situationen er bewältigen muss und welche Entscheidungen er treffen darf. Diese Verantwortung gehört für mich zu einer guten Hundeerziehung dazu.
Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund entsteht für mich nicht allein dadurch, dass wir gemeinsam schöne Dinge erleben. Sie entsteht durch Verlässlichkeit, Vertrauen, Orientierung, Führung, aber auch dass wir gemeinsam Konflikte bewältigen und Erfahrungen sammeln.
Beziehungsarbeit bedeutet für mich, meinen Hund wirklich kennenzulernen.
Seine Persönlichkeit.
Seine Bedürfnisse.
Seine Grenzen.
Seine Stärken.
Seine Unsicherheiten.
Seine Art zu kommunizieren.
Und genauso bedeutet Beziehungsarbeit, dass mein Hund mich kennenlernen darf.
Er soll wissen, dass ich für ihn ansprechbar bin.
Dass meine Entscheidungen nachvollziehbar sind.
Dass Grenzen bestehen.
Dass ich ihm Orientierung gebe.
Und dass er sich auf mich verlassen kann.
Beziehung bedeutet für mich nicht, dass immer alles erlaubt ist. Im Gegenteil. Gerade klare und verlässliche Grenzen können einem Hund Sicherheit geben.
Training ist Beziehungsarbeit
Für mich beginnt Training deshalb nicht erst dann, wenn wir eine Leine in die Hand nehmen und eine Übung starten. Training passiert ständig. Bei jedem Spaziergang. Bei jeder Begegnung. Beim Warten. Beim gemeinsamen Alltag. In schwierigen Situationen. Und auch in den kleinen Momenten, die wir oft gar nicht als Training wahrnehmen.
Jede Interaktion zwischen Mensch und Hund beeinflusst, wie beide miteinander umgehen. Deshalb möchte ich nicht nur erreichen, dass ein Hund ein bestimmtes Verhalten zeigt. Ich möchte, dass der Mensch versteht, wie er seinen Hund durch Situationen führen kann. Und dass der Hund lernt, sich an seinem Menschen zu orientieren.
Ich finde, wir dürfen von unseren Hunden etwas erwarten. Nicht, weil sie funktionieren sollen. Sondern weil wir ihnen durch Erziehung ermöglichen, sicher und möglichst frei in unserer Welt zu leben. Ein Hund, der gelernt hat, sich an seinem Menschen zu orientieren, kann häufig mehr Freiheiten bekommen.
Ein Hund, der gelernt hat, Grenzen zu akzeptieren, muss nicht ständig durch Verbote eingeschränkt werden. Und ein Mensch, der seinen Hund lesen und Situationen einschätzen kann, kann seinem Hund auch dann Sicherheit geben, wenn etwas einmal nicht nach Plan läuft.
Erziehung schafft für mich deshalb nicht weniger Freiheit, sondern kann Freiheit überhaupt erst möglich machen.

